Praktische Tipps zum Wandern und Bergsteigen können unterwegs und hinauf in die Höhe Gold wert sein. Denn bereits bei der Planung und Organisation einer Tour werden die nützlichen Ratschläge berücksichtigt. Erfahrene Outdoorliebhaber, aber auch Wanderanfänger, halten sich an die Regeln aus der Praxis, die beim Wandern in Deutschland und in allen Urlaubsregionen Gesetz sind. Für unsere Nachwuchsgipfelstürmer haben wir die Tipps zum Wandern und Bergsteigen leicht verständlich und von A – Z zusammengefasst!

A wie Abkürzung

Die bestens ausgeschilderten Wanderwege dürfen niemals verlassen werden, Abkürzungen können leicht ins Ungewisse führen. Im Frühsommer sind Schneefelder aufgrund der erhöhten Lawinengefahr tabu.

B wie Bergrettung

Die Notrufnummer der Bergrettung ist identisch mit der Rufnummer für medizinische Notfälle und lautet: 112. Der Alpinnotruf lautet: 140.

E wie Erste Hilfe am Berg

Die Erste-Hilfe-Ausrüstung darf im Rucksack und bei keiner Wanderung fehlen. Der lebensrettende Inhalt setzt sich wie folgt zusammen:

  • Mittel gegen Insektenstiche
  • Alu-Decke
  • Dreieckstuch
  • Desinfektionsmittel
  • Verband
  • Pflaster

Genügend Flüssigkeit während der Wanderung und Sonnenschutz an heißen Tagen sind Pflicht. Wie man sich in Notsituationen wie Hitzschlag und Schock richtig verhält, das lernt man bei einem Erste-Hilfe-Kurs.

F wie Fieberblasen beim Wandern

Auch hier kommt es auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr an. Denn durch die körperliche Anstrengung schwitzt der Wanderer vermehrt. Ein hoher Lichtschutzfaktor für das Gesicht und ein Fettstift für die Lippen bieten zusätzlichen Schutz.

G wie Grund-Wanderausrüstung

Das A und O beim Wandern sind mit Sicherheit die passenden Trekking-Schuhe in erstklassiger Qualität. Genügend Flüssigkeit, Wechselkleidung, Regenschutz, kleines Verbandszeug, Proviant und geeignetes Material für die Orientierung wie Karten, Kompass und Navigationsgerät gehören ebenfalls in den Rucksack.

H wie Hirschtalgcreme

Wunde und schmerzende Füße bedeuten oft das Ende einer jeden Wanderung. Um dies zu vermeiden, bauen erfahrene Bergfexe vor und gönnen sich einen Tag vor der Tour ein warmes Fußbad. Danach massiert man Hirschtalgcreme in die Fußsohlen, Fersen und Zehen sanft ein. Nicht nur die Haut wird dadurch elastischer, auch das Risiko von schmerzhaften Fußblasen unterwegs sinkt.

K wie Kinder

Eine Wanderung mit Kindern soll der ganzen Familie Spaß machen. Deshalb wählen Eltern eine abwechslungsreiche Route, auf der es viel zu entdecken gibt. Der Nachwuchs benötigt mehr Flüssigkeit auf dem Weg zum Ziel als Erwachsene. Deshalb genügend Wasser und ungesüßte Tees einpacken. Spiele, Lieder und Aufzählreime verkürzen die Zeit, wenn die Füße doch einmal schwer werden. Immer daran denken: Nicht zu lange Strecken bewältigen wollen, Kinder verlieren so schnell die Lust am Wandern.

K wie Kleidung

Da sich in der Höhe und im Gebirge die klimatischen Bedingungen rasch ändern können, müssen sich Outdoorsportler und Wanderer anpassen. Atmungsaktives Material ist Pflicht und ein Regenschutz ist immer mit dabei. Im sogenannten Zwiebel-Look hat man immer eine Schicht trockene Kleidung parat.

N wie Notfall

Ruhe bewahren ist der erste Punkt, sollte ein Notfall unterwegs eintreten. Nachdem man die Situation erkannt hat, steht die Erstversorgung des Verletzten an. Nun versucht man, die Person zu beruhigen, während andere Wanderer um Hilfe eilen.

P wie Pilze sammeln

Natürlich entdeckt man beim Wandern immer wieder auch Pilze, die für leckere Speisen Zuhause stehen. Jedoch sollte man nur die Pilze sammeln, die man auch zuordnen kann. Ein Bestimmungsbuch hilft, giftige von wohlschmeckenden Pilzen zu unterscheiden. Für den Eigenbedarf und in der Zeit zwischen 07:00 und 19:00 Uhr dürfen Pilze gesammelt werden. Bitte Obergrenze von 2 kg pro Person und Tag beachten! Andere Länder, andere Sitten, deshalb am besten vorher über die Gesetze zum Pilze sammeln im jeweiligen Urlaubsland erfragen.

P wie Planung einer Wanderung

In Ruhe und mit viel Sorgfalt wird die nächste Wegstrecke bereits lange Zeit im Voraus akribisch geplant. Denn eine gute Vorbereitung ist bereits die halbe Strecke zum Ziel. Die Ausrüstung möchte kontrolliert werden. Auf einer Wanderkarte wird die Route eingezeichnet und überprüft. Und nach einem leichten Frühstück geht es hinauf auf den Berg.

S wie Schuhwerk

Auf die gute Passform kommt es an, steht ein Schuhkauf zum Wandern und Bergsteigen an. Am besten erwirbt man die Schuhe am frühen Nachmittag, denn dann haben unsere Füße die größte Ausdehnung. Sind bereits spezielle Funktionssocken vorhanden, unbedingt zum Kauf mitnehmen und anprobieren. Achtung: Trekkingschuhe laufen sich nicht ein. Wenn der Schuh drückt, passt er definitiv nicht.

S wie Socken wechseln unterwegs

Auch wenn es auf den ersten Blick unhygienisch klingen mag, bei mehrtägigen Touren hat es sich bewährt, immer wieder dieselben Socken zu tragen. Mit diesem alten Hausrezept vermeidet man schmerzhafte Schuhblasen.

T wie Tempo

So individuell jeder Mensch ist, so unterschiedlich ist auch das ganz persönliche Wohlfühl-Tempo, mit dem man sich auf den Weg macht. Ist man mit einer Gruppe unterwegs, gibt immer der schwächste Wanderer das Tempo vor. Alle zwei Stunden sollte eine Rast eingeplant werden. Für kleinere Trinkpausen ist jedoch alle 60 Minuten Zeit.

U wie Umweltschutz

Dass mitgebrachter Müll natürlich wieder in den Rucksack zurückfindet und im Tal entsorgt wird, versteht sich von selbst. Wanderer sind nur zu Gast in der Natur! Auch das Pflücken von, unter Naturschutz stehenden, Alpenblumen sollte man besser unterlassen, drohen doch hohe Geldstrafen auf diese Tat. Unwissenheit schützt dabei übrigens vor Strafe nicht!

V wie Vorbereitung

Vor einer Wanderung steht die Vorbereitung auf die Tour auf dem Programm. Der Wanderplan muss ausgearbeitet und der Rucksack mit Hilfe einer Checkliste gepackt werden. Beim Wanderurlaub im Ausland sollten die gängigsten Fachbegriffe am Berg in der Landessprache erlernt werden. Gutes Kartenmaterial ist eine Investition in die eigene Sicherheit.

W wie Wanderführer

Ein Wanderführer führt – wie der Name schon sagt – eine Gruppe Wanderer an. Seinen Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten, kann er doch Situationen am Berg als Profi viel schneller und besser einschätzen.

W wie Wanderstöcke

Wanderstöcke sind mitnichten nur für ältere Menschen notwendig und sinnvoll. Im flachen Gelände, aber auch, wenn es steil bergauf und steil bergab geht, sind die Stöcke sehr hilfreich. Führt der Weg jedoch nur leicht bergab, verleiten die Wanderstöcke zu schnellem Gehen. Das wiederum belastet die Gelenke über Gebühr. Hier kann man auf die Hilfsmittel verzichten und den Körper schonen.

W wie Wetter

Vor dem Aufbruch in die Natur erkundigen sich Wanderer nach der Großwetterlage in der Region. Da sich das Wetter im Gebirge innerhalb von Minuten ändern kann, müssen Wetterbericht und Auskünfte von Tourismusverbänden vor Ort immer auf dem aktuellen Stand sein. Lieber umkehren, als am Berg den Held spielen und sich selbst und andere dabei in Gefahr begeben.

Z wie Zugspitze

Der höchste Berg Deutschlands, die Zugspitze, ist ein beliebtes Ziel bei Wanderern und Bergsteigern. Mit 2.962 Höhenmetern ist der Gipfel jedoch nur etwas für Profis. Anfänger genießen den imposanten Panoramablick auf den Berg und genießen die Wanderwege in der näheren Umgebung und in der ursprünglichen Natur.